RATGEBER
Was kostet eine Website in der Schweiz?
Ben Schmidt, Inhaber von Flowrenix · Aktualisiert:
Kurzantwort
Eine Website kostet in der Schweiz so viel, wie Umfang, Funktionen und Inhalte verlangen: Eine Präsenz mit wenigen Seiten ist deutlich günstiger als eine Website mit Online-Buchung, mehreren Sprachen und Datenübernahme. Eine belastbare Zahl gibt es erst, wenn der Umfang feststeht; deshalb nenne ich unten meine eigenen Richtwerte und erkläre, wie ein schriftliches Kostendach den Betrag nach oben begrenzt.
Warum es keine Pauschalantwort gibt
Zwei Websites, die von aussen ähnlich aussehen, können sehr unterschiedlich viel Arbeit bedeuten. Die eine zeigt fünf Seiten Text und ein Kontaktformular. Die andere nimmt Buchungen entgegen, prüft freie Termine, verschickt Bestätigungen und ist in zwei Sprachen gepflegt. Beides heisst «Website», und doch liegen zwischen den beiden Projekten Wochen an Arbeit.
Wer im Internet nach Preisen sucht, findet deshalb Spannen, die weit auseinanderliegen. Sie meinen schlicht Unterschiedliches. Statt einer weiteren Spanne ohne Bezug beschreibe ich hier, welche Punkte den Aufwand tatsächlich bewegen. Mit dieser Liste können Sie jedes Angebot einordnen, auch eines, das nicht von mir kommt.
Die Kostentreiber im Überblick
Aus meinen Projekten sind es immer dieselben Punkte, die den Preis bestimmen. Keiner davon ist ein Detail des Designs.
Umfang
Wie viele Seiten braucht es, und wie tief gehen die Texte? Eine Startseite mit drei Unterseiten ist etwas anderes als ein Auftritt mit eigener Seite für jede Leistung, jeden Standort und jede häufige Frage.
Funktionen
Ein Kontaktformular ist schnell eingerichtet. Eine Buchung mit Verfügbarkeiten, Fristen und Bestätigungen, ein Shop mit Zahlung und Versand oder ein Kundenkonto sind eigene Systeme hinter der Website und machen oft den grössten Teil des Aufwands aus.
Inhalte
Liegen Texte und Bilder bereit, oder müssen sie erst erarbeitet werden? In vielen Projekten ist nicht der Aufbau der Engpass, sondern die Inhalte.
Mehrsprachigkeit
Jede zusätzliche Sprache bedeutet übersetzte Texte, eigene Adressen und eine Pflege, die über die Jahre parallel laufen muss.
Rechtstexte
Impressum und Datenschutzerklärung nach dem Schweizer Datenschutzgesetz sind bei den meisten Websites üblich oder nötig, AGB dort, wo Angebote verkauft oder gebucht werden. Die Texte müssen zu dem passen, was die Website tatsächlich tut, etwa welche Dienste eingebunden sind und welche Daten ein Formular erfasst.
Datenübernahme
Soll der Inhalt einer alten Website übernommen werden, oder ein Bestand wie Fahrzeuge, Artikel oder Kursdaten aus einem anderen Programm? Ob das per Export geht oder von Hand nachgetragen werden muss, ändert den Aufwand deutlich.
Laufende Kosten
Hosting, Domain und Betreuung fallen nach dem Start jeden Monat oder jedes Jahr an. Sie gehören in jede Rechnung, die Sie vergleichen.
Buchung und Shop verändern die Rechnung am stärksten
Der grösste Sprung im Preis entsteht, wenn eine Website nicht mehr nur informiert, sondern etwas aufnimmt. Eine Buchung muss wissen, welche Termine frei sind, welche Vorlaufzeit gilt und was bei einer Absage passiert. Ein Shop braucht Zahlung, Bestellbestätigung und einen Weg, wie die Bestellung bei Ihnen ankommt.
Das lohnt sich, wenn Ihre Kunden heute anrufen oder schreiben, um einen Termin zu vereinbaren. Wenn Sie hingegen nur fünf Seiten Text brauchen, ist ein Baukasten günstiger, und das sage ich Ihnen im Erstgespräch auch so. Wie eine Website mit Buchung bei mir aufgebaut ist, steht auf der Seite Websites mit Buchung.
Was nach dem Start laufend anfällt
Hosting und Domain sind Fremdkosten. Ich richte sie direkt beim Anbieter auf Ihren Namen und mit Ihrem eigenen Zahlungsmittel ein, damit Sie jederzeit wechseln können.
Dazu kommt die Betreuung: Aktualisierungen, kleine Änderungen und die Kontrolle, ob alles läuft. Sie ist bei mir monatlich kündbar, und Sie sehen in Ihrem Kundenbereich, welche Minuten in welche Arbeit geflossen sind.
Läuft auf der Website ein KI-Assistent, kommen Modellkosten hinzu. Diese weise ich getrennt aus, damit Sie sehen, was der Betrieb kostet.
Meine Richtwerte
Damit Sie die Grössenordnung kennen, bevor wir sprechen, stehen hier meine Einstiegswerte. Es sind keine Paketpreise und kein Marktdurchschnitt, sondern die Untergrenzen meiner eigenen Angebote.
Das Kostendach: eine Obergrenze statt einer Schätzung
Verbindlich ist bei mir nicht der Richtwert, sondern das Kostendach im Angebot. Das ist eine Obergrenze für Ihr Projekt, schriftlich, bevor ich anfange. Mehr zahlen Sie nicht. Braucht es weniger Aufwand, zahlen Sie weniger, denn abgerechnet wird, was tatsächlich angefallen ist.
Nachträge gibt es nur, wenn Sie den Umfang ändern, und auch dann vorher schriftlich mit Betrag. Damit das trägt, muss der Umfang vor dem Start sauber stehen. Deshalb ist die Leistungsliste Teil des Angebots. Warum ich so arbeite und keinen Fixpreis nenne, erkläre ich auf der Seite Preise.
So kommen Sie zu einer belastbaren Zahl
Je klarer diese Punkte vor dem ersten Gespräch sind, desto genauer wird das Angebot. Es muss nicht alles feststehen; wir klären die offenen Punkte gemeinsam.
- Was sollen Besucher auf der Website tun können: anrufen, anfragen, buchen oder bestellen?
- Welche Seiten brauchen Sie, und in welchen Sprachen?
- Liegen Texte und Bilder bereit, oder sollen sie entstehen?
- Gibt es eine bestehende Website oder einen Bestand, der übernommen werden soll?
- Mit welchen Programmen arbeiten Sie heute, etwa für Termine oder Rechnungen?
HÄUFIGE FRAGEN
Häufige Fragen
Weniger als eine Website mit Buchung, weil keine Abläufe dahinter entstehen. Wenn Sie nur wenige Seiten Text ohne Funktion brauchen, ist ein Baukasten oft die günstigere Lösung, und das sage ich Ihnen im Erstgespräch offen.
Weil hinter der Buchung ein eigenes System steht: freie Termine, Vorlaufzeiten, Absageregeln, Bestätigungen und Erinnerungen. Dieser Teil macht in vielen Projekten den grössten Teil des Aufwands aus und erspart Ihnen danach Anrufe und Nachrichten.
Hosting und Domain sind Fremdkosten, die direkt auf Ihren Namen laufen. Die Betreuung ist monatlich kündbar und hat keine Mindestlaufzeit.
Eine schriftliche Obergrenze für Ihr Projekt, die vor dem Start feststeht. Mehr zahlen Sie nicht, weniger schon, wenn weniger Aufwand anfällt. Nachträge gibt es nur bei einer Änderung des Umfangs, vorher schriftlich und mit Betrag.
